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Was essen und trinken Kleinkinder ab 6 Monaten?

Etwa mit sechs Monaten können Sie Ihrem Baby den ersten Brei geben. Denn der Nährstoffgehalt der Mutter- oder Fertigmilch reicht jetzt nicht mehr aus, weil Ihr Kind enorm wächst. Die Einführung der sogenannten »Beikost« ist wichtig. Sie ersetzt etwa innerhalb eines halben Jahres eine Milchmahlzeit nach der anderen; zudem lernt Ihr Kind, vom Löffel zu essen. Häufig beginnen Mütter früher mit der Breikost in der Hoffnung, dass Ihr Baby länger satt ist und dann auch länger schläft.

Der erste Brei...

...besteht in der Regel aus Gemüse, bewährt hat sich hierfür Karottenpüree. Der Grund: Karotten schmecken leicht süßlich und werden von den meisten Säuglingen gut akzeptiert. Zudem lösen gekochte Karotten selten Allergien aus. Es ist nicht notwendig, Ihrem Kind viele verschiedene Gemüse zu geben – im Gegenteil. Gewöhnen Sie Ihr Baby langsam an ein neues Lebensmittel, so erkennen Sie besser, ob es dieses verträgt oder nicht. Geben Sie zum Beispiel fünf Tage lang Karotten und wechseln Sie dann zu einem anderen Gemüse, zum Beispiel Kohlrabi. Weitere geeignete Gemüsesorten sind: Kürbis, Brokkoli, Pastinake. Zu beachten ist, dass einmal erwärmter Brei nicht wieder aufgewärmt werden sollte, denn enthaltene Keime können sich explosionsartig vermehren und beim Baby mit seinem noch nicht ausgereiften Immunsystem Magen-Darm-Erkrankungen verursachen.

Säuglingen fällt es am Anfang oft schwer, vom Löffel zu essen. Denn hierzu sind ganz andere Bewegungsabläufe mit der Zunge und den Lippen erforderlich als beim Saugen. Lassen Sie sich deshalb nicht verunsichern, wenn Ihr Kind anfangs den Brei mit der Zunge nach vorne aus dem Mund heraus schiebt. Dies ist kein Zeichen dafür, dass es den Brei nicht mag, sondern es hat noch nicht gelernt, ihn hinunterzuschlucken.

Hat Ihr Kind die ersten Schwierigkeiten mit dem Löffel gemeistert, können Sie den Gemüsebrei mit Kartoffelpüree und Fett ergänzen und etwas später dann mit etwas Fleisch zu einem vollständigen Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei übergehen. Am Ende des sechsten bis siebten Monats sollte diese Kombination eine vollständige Milchmahlzeit ersetzen. Achtung: Vom Löffel essen zu lernen ist anstrengend. Ihr Kind bestimmt das Tempo!

Etwa einen Monat später erhält Ihr Baby einen Vollmilch-Getreide-Brei als Ersatz für die zweite Milchmahlzeit, der dritte Brei, ein Getreide-Obst-Brei folgt mit etwa acht bis neun Monaten als Zwischenmahlzeit. Mit zehn bis zwölf Monaten können Sie auch die letzte Milchmahlzeit durch Brot und Milch ersetzen. Zudem können Sie Ihr Kind ab etwa zehn Monaten an das Familienessen gewöhnen. Mit den Kauleisten und den ersten Zähnen kann das Kind die festen Lebensmittel zerdrücken, es muss nun nicht mehr alles fein püriert werden. Es reicht, wenn das Essen mit der Gabel zerdrückt wird. Je mehr Brei und feste Nahrung Ihr Baby bekommt, desto mehr Durst wird es haben. Geeignete Durstlöscher sind Trinkwasser, stilles Mineralwasser, ungesüßte Kräuter- und Früchtetees.

 

Selbst zubereitete Beikost oder Fertigprodukte?

Für viele Mütter stellt sich die Frage, ob sie die Beikost selbst zubereiten oder fertig im Handel kaufen sollen. Beides hat Vor- und Nachteile.

Hier finden Sie eine Übersicht, die Ihnen bei Ihrer Entscheidung helfen kann: