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Gesunde Kinderzähne in Sachsen

Die zahnärztlichen Vorsorgeuntersuchungen bescheinigen Zwölfjährigen eine sehr gute Mundgesundheit. Der DMF-T-Index (Wert der kariösen, fehlenden oder wegen Karies extrahierten Zähne) liegt in dieser Altersgruppe bei 0,5. Bei den zahnärztlichen Schuluntersuchungen des Schuljahres 2013/14 hatten sächsische Zwölfjährige an Oberschulen durchschnittlich 0,56 und an Gymnasien 0,3 durch Karies zerstörte Zähne.
Sorgen bereitet jedoch der hohe Anteil von Kindern mit frühkindlicher Karies (circa 12 Prozent!) und der Anstieg des DMF-T-Index nach dem 12. Lebensjahr. Die Bemühungen der Zahnärzte und der Landesarbeitsgemeinschaft für Jugendzahnpflege des Freistaates Sachsen e. V. (LAGZ) konzentrieren sich daher auf die

  • unter Dreijährigen und
  • die über Zwölfjährigen.

Zur Bekämpfung der frühkindlichen Karies und ihrer Sonderform, der Nuckelflaschenkaries, hat das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz gemeinsam mit der LAGZ Sachsen e.V. im Jahr 2007 eine Informationskampagne durchgeführt. Im Ergebnis der Kampagne entstand ein neuer zahnärztlicher Vorsorgepass, der Handlungsempfehlungen für gesunde Kinderzähne von Anfang an enthält. Bereits in den Entbindungskliniken erhalten die Mütter diesen Pass.

Die frühkindliche Karies und vor allem ihre Sonderform, die Nuckelflaschenkaries sind mit einfachen Verhaltensregeln vermeidbar! 2012 hat das Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz dazu einen Kurzfilm herstellen lassen, der besonders die Eltern über die Entstehung der frühkindlichen Karies und deren Vermeidung informieren soll.

Damit die Zahngesundheit so gut bleibt oder sich noch weiter verbessern kann, engagieren sich die Zahnärzte der Gesundheitsämter und circa 700 niedergelassene Zahnärzte in der zahnmedizinischen Gruppenprophylaxe in Kindertageseinrichtungen und Schulen.

Zahnärztliche Untersuchungen finden jährlich statt. Die Teilnahme daran ist freiwillig. Bitte geben Sie Ihrem Kind am Tag der Untersuchung den blauen Vorsorgepass mit.

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© Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz