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Mutterschaftsgeld

Für gesetzlich Versicherte

Frauen, die in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert sind, erhalten für die Zeit der Mutterschutzfristen Mutterschaftsgeld. Mutterschaftsgeld wird von den gesetzlichen Krankenkassen während der Schutzfristen vor und nach der Entbindung sowie für den Entbindungstag gezahlt.

Die Höhe des Mutterschaftsgeldes ist folgendermaßen geregelt: Mitglieder einer gesetzlichen Krankenkasse, die bei Beginn der Schutzfrist in einem Arbeitsverhältnis stehen, erhalten Mutterschaftsgeld in Höhe des Nettoarbeitsentgelts. Es beträgt höchstens 13 Euro pro Kalendertag. Übersteigt das Nettoarbeitsentgelt 13 Euro pro Kalendertag, wird der darüber hinausgehende Betrag vom Arbeitgeber als »Zuschuss zum Mutterschaftsgeld« gezahlt. Allen anderen Mitgliedern einer Krankenkasse wird Mutterschaftsgeld in Höhe des Krankengeldes gezahlt.

Für nicht gesetzlich Versicherte

Frauen, die nicht selbst Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse, sondern familienversichert in der gesetzlichen Krankenversicherung oder privatversichert oder gar nicht krankenversichert sind, erhalten für die Zeit der Mutterschutzfristen einmalig Mutterschaftsgeld. Sie müssen dazu bei Beginn der Schutzfrist in einem Arbeitsverhältnis stehen oder in Heimarbeit beschäftigt sein. Die Höhe des Mutterschaftsgeldes beträgt höchstens 210 Euro.

Arbeitnehmerinnen, die in einer privaten Krankenversicherung oder nicht krankenversichert sind, erhalten einen Arbeitgeberzuschuss (pro Tag) in Höhe der Differenz zwischen 13 Euro und dem durchschnittlichen Nettoarbeitsentgelt. Ist das Arbeitsverhältnis während der Schwangerschaft oder der Schutzfrist zulässig aufgelöst worden, finanziert der Bund den Zuschuss. Die Auszahlung erfolgt in den genannten Fällen durch das Bundesversicherungsamt. Kann der Arbeitgeber seiner Verpflichtung zur Zahlung des Zuschusses zum Mutterschaftsgeld wegen eines Insolvenzereignisses nicht nachkommen, erhalten die Frauen den Zuschuss ebenfalls über das Bundesversicherungsamt.

TIPP: Das Bundesversicherungsamt berät Sie auch telefonisch unter der Nummer 0228 619-1888.

ZUSTÄNDIG: Weitere Informationen bekommen Sie bei Ihrer zuständigen Krankenkasse.

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