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Genesungskuren für Mütter und Väter

Wenn ein Arzt feststellt, dass zur Stabilisierung der Gesundheit einer Mutter beziehungsweise eines Vaters und der Gesundheit der Kinder eine Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahme (Kur) notwendig ist, wird der Arzt ein Attest ausstellen, das die Notwendigkeit der Maßnahme bestätigt. Danach können Sie eine Mutter- oder Mutter-Kind-Kur beantragen, wenn Sie Kinder erziehen oder erzogen haben. Die Kosten für Ihre Kur übernimmt zu 100 Prozent Ihre gesetzliche Krankenkasse; diese entscheidet auch über den Kurantrag. Von Ihnen muss nur die gesetzlich vorgeschriebene Zuzahlung in Höhe von 10 Euro pro Tag gezahlt werden, für Kinder werden grundsätzlich keine Zuzahlungen erhoben.

Die gesetzlichen Krankenkassen können aus medizinischen Gründen erforderliche Maßnahmen in Form einer Rehabilitationsmaßnahme in einer Einrichtung des Müttergenesungswerks oder einer gleichartigen Einrichtung erbringen, wenn dies notwendig ist, um eine Krankheit zu erkennen, zu heilen, ihre Verschlimmerung zu verhüten oder Krankheitsbeschwerden zu lindern.

Ebenso können Vorsorgemaßnahmen für Mütter gewährt werden, wenn diese aus medizinischen Gründen notwendig sind, um eine Schwächung der Gesundheit, die in absehbarer Zeit voraussichtlich zu einer Erkrankung führen würde, zu beseitigen.
Wenn ein Kind ebenfalls kurbedürftig ist oder eine Trennung von der Mutter nicht verkraftet, kann der Arzt eine Mutter-Kind-Kur verschreiben. Die Kinder werden tagsüber in Kindergruppen von Fachkräften betreut. Wenn das Kind kurbedürftig ist, erhält es außerdem alle notwendigen medizinischen Therapien.

ZUSTÄNDIG: Für Genesungskuren sind folgende Einrichtungen zuständig:

  • Krankenkassen
  • Geschäftsstellen der Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege

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© Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz