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Unbegleitete minderjährige Ausländer (UMA)

Sachsen nimmt ab 2016 Flüchtlingskinder und -jugendliche ohne Eltern auf

Sachsen bereitet sich auf die Aufnahme von mindestens 1.500 minderjährigen Flüchtlingen ab dem Jahr 2016 vor. Bisher lebten in Sachsen ca. 140 sogenannte unbegleitete minderjährige Ausländer (UMA).

Die unbegleiteten Minderjährigen wurden bisher in den Bundesländern versorgt und betreut, wo sie aufgegriffen wurden. Neben Bayern sind dies vor allem die Länder Hessen, Nordrhein-Westfalen, Bremen und Hamburg. Sie alle liegen an wichtigen internationalen Verkehrs- und Einreiseknotenpunkten.

Ein neues Gesetz des Bundes sieht vor, dass künftig die Lasten zwischen den Bundesländern solidarisch verteilt werden und alle Bundesländer eine bestimmte Quote minderjähriger Flüchtlinge, die ohne Eltern eingereist sind, aufnehmen.

Unbegleitete minderjährige Ausländer zählen zu den schutzbedürftigsten Personengruppen und werden nach den Standards des Kinder- und Jugendhilferechts betreut. Zuständig sind die örtlichen Jugendämter.
Wie alle Bundesländer ist auch Sachsen bei dieser Aufgabe stark gefordert. Die Staatsregierung hat im August 2015 ein Konzept zur Umsetzung des bundesweiten Verteilungsverfahrens für unbegleitete ausländische Kinder und Jugendliche im Freistaat Sachsen beschlossen. In der Konzeption wird die Verteilung anteilig nach Einwohnerzahl auf die Landkreise und kreisfreien Städte geregelt. Es werden erhebliche Haushaltsmittel bereitgestellt, hauptsächlich für Investitionen zur Unterbringung der Minderjährigen.

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© Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz