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Jugendgerichtshilfe

Für straffällig gewordene junge Menschen bieten die Jugendämter der Kreise und Kreisfreien Städte mit der Jugendgerichtshilfe vielfältige Beratungs- und Hilfemöglichkeiten an. Im Verfahren vor den Jugendgerichten ist die Mitwirkung der Jugendgerichtshilfe als Aufgabe der Jugendhilfe vorgeschrieben.

Die Jugendgerichtshilfe soll insbesondere den erzieherischen Hilfebedarf im Verfahren zur Geltung bringen. Durch die beteiligung der Jugendhilfe wird im jugendgerichtlichen Verfahren sichergestellt, dass die dem Wohl des jungen Menschen fördernden, unterstüzenden und Benachteiligung abbbauenden Gesichtspunkte zur Geltung gebracht werden können.  Sie erfüllt eine Doppelfunktion: Einerseits unterstützt sie die beteiligten Behörden bei der Erhebung psychosozialer Daten im Kontext konkrteter Lebenslagen des Beschuldigten und äußert sich zu Maßnahmen, die zu ergreifen sind.

Andererseits betreut sie die Jugendlichen oder jungen Volljährigen während des gesamten Verfahrens, prüft frühzeitig, ob für sie Leistungen der Jugendhilfe in Betracht kommen und unterrichtet den Staatsanwalt oder Richter vom Ergebnis der Prüfung. Sie steht straffällig gewordenen jungen Menschen bis zum endgültigen Abschluss des Verfahrens als Ansprechpartner zur Verfügung.