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Arbeitsweltbezogene Jugendsozialarbeit

Arbeitsweltbezogene Jugendsozialarbeit hat die berufliche Eingliederung von jungen Menschen in sozial oder individuell bedingten Nachteilsituationen zum Inhalt und zielt darauf, diese jungen Menschen in ihren sozialen und persönlichen Kompetenzen sowie ihrer beruflichen Qualifikation zu fördern, damit ihnen eine eigenverantwortliche und aktive Teilnahme an der Gesellschaft und am Erwerbsleben ermöglicht wird.

Zu den Projekten der arbeitsweltbezogenen Jugendsozialarbeit im Freistaat Sachsen gehören z.B. Jugendberatungsstellen, Jugendwerkstätten und produktionsschulorientierte Beschäftigungs- und Qualifizierungsprojekte.

Jugendberufshilfe und arbeitsweltbezogene Jugendsozialarbeit

Leistungsträger und Akteure im Rahmen der Jugendberufshilfe sind  die Arbeitsverwaltung, die Grundsicherung, die Schule und die Jugendhilfe.
Über Projekte der arbeitsweltbezogenen Jugendsozialarbeit bindet sich die Jugendhilfe in die übergreifende Jugendberufshilfe ein und leistet hier einen eigenständigen, qualifizierten, anerkannten und unverzichtbaren Beitrag. Damit ist arbeitsweltbezogene Jugendsozialarbeit zugleich Handlungsfeld der Jugendsozialarbeit und Teil der Jugendberufshilfe.

Infografik: Arbeitsweltbezogene Jugendsozialarbeit

Aufteilung der Jugendberufshilfe
(© Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz)

Die Zusammenarbeit der Leistungsträger und Akteure im Rahmen der Jugendberufshilfe ist im Freistaat Sachsen in einer Kooperationsvereinbarung geregelt. Auf Landesebene wurde zur Umsetzung dieser Vereinbarung ein Landesarbeitskreis Jugendberufshilfe eingerichtet.

Jugendhilfe und Grundsicherung

Das Verhältnis von Jugendhilfe und Grundsicherung wird in § 10 SGB VIII geklärt. Demnach sind Leistungen der Jugendhilfe grundsätzlich vorranging: Dieser Vorrang gilt aber nicht für spezielle Leistungen der Grundsicherung zur beruflichen Eingliederung junger Menschen, konkret für die Leistungen nach § 3 Abs. 2 und §§ 14 bis 16 SGB II.

Insofern hat das SGB II einen deutlichen Einfluss auf die arbeitsweltbezogene Jugendsozialarbeit. Jugendhilfe und Grundsicherung müssen sich frühzeitig und umfassend abstimmen, um im Einzelfall das geeignete Angebot vorzuhalten. Dabei müssen Jugendhilfe und Grundsicherung auch den unterschiedlichen Zweck der konkreten Angebote beachten und das unterschiedliche Verständnis von Eigenverantwortung, Hilfe und Sanktionierung gegenüberstellen.

Zum besseren Verständnis des Verhältnisses von Jugendhilfe und Grundsicherung hat das Landesjugendamt gemeinsam mit der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit bereits im Jahr 2004 ein entsprechendes Papier erarbeitet und am 23.11.2004 in Chemnitz vorgestellt. Eine weitere Präzisierung erfährt dieses Papier in der Fachempfehlung zur arbeitsweltbezogenen Jugendsozialarbeit im Freistaat Sachsen.

Die Landesarbeitsgemeinschaft »Freier Träger der Jugendsozialarbeit« Sachsen e.V. ist eine Interessenvertretung von Projektträgern in der Jugendberufshilfe im Freistaat Sachsen. Über Beratung und Fortbildung unterstützt die LAG JSA auch die Qualitätsentwicklung in der arbeitsweltbezogenen Jugendsozialarbeit in Sachsen.