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Familienfreundliche Maßnahmen in Unternehmen

Die folgenden Literaturtipps und Informationslinks unterstützen Unternehmen auf dem Weg zu mehr Familienfreundlichkeit.

Betriebswirtschaftliche Effekte

»Betriebswirtschaftliche Effekte familienfreundlicher Maßnahmen«

Die Studie aus dem Jahr 2003 prüfte, ob familienfreundliche Maßnahmen betriebswirtschaftlichen Ertrag bringen. Die Ergebnisse der Untersuchung belegen Einsparpotenziale selbst für mittelständische Unternehmen. In der Kosten-Nutzen-Relation übersteigt der betriebswirtschaftliche Nutzen – auch kurzfristig betrachtet – die Investitionen (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Prognos AG, 2003).

»Familienfreundliche Maßnahmen im Handwerk. Potenziale, Kosten-Nutzen-Relationen, Best Practices«

Familienfreundliche Maßnahmen machen sich auch für Handwerksbetriebe bezahlt. Der Leitfaden informiert über die Kosten-Nutzen-Effekte familienfreundlicher Maßnahmen und stellte gute Beispiele vor. (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend; Zentralverband des Deutschen Handwerks, 2008).

Familienfreundlichkeit verbessern

»Mittelstand und Familie«

Das praxisorientierte Internet-Portal »Mittelstand und Familie« zeigt vor allem kleinen und mittleren Unternehmen Möglichkeiten auf, um deren Mitarbeiter familienfreundlich zu unterstützen. Das Portal stellt Arbeitgebern, Beschäftigten und Multiplikatoren übersichtliche Informationen und praktische Lösungen, kostenfreie Beratung durch Experten sowie Hintergrundwissen zur Verfügung.

Balance von Familie und Arbeitswelt

Gemeinsam mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) koordiniert die Bertelsmann-Stiftung das Projekt »Balance von Familie und Arbeitswelt«. Ziel des Projekts ist es, die wirtschaftsorientierte Öffentlichkeit für das Thema zu sensibilisieren und Reformen auf breiter Unternehmens- und kommunaler Ebene zu initiieren.

Familienpflegezeit

Die Familienpflegezeit hat das Ziel, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern die Vereinbarkeit ihres Berufs und die Pflege eines Familienmitglieds zu erleichtern und ihnen finanzielle Sicherheit für die Dauer der Pflege zu garantieren. Berufstätige, die parallel zur Pflege ihrer Angehörigen im Rahmen der Familienpflegezeit ihre Arbeitszeit reduzieren, bleiben weiterhin erwerbstätig und sozialversichert. Auch ihre Rentenansprüche bleiben bestehen und sie genießen einen besonderen Kündigungsschutz.

Lokale Bündnisse

Lokale Bündnisse für Familie sind Zusammenschlüsse von Partnern aus Politik und Verwaltung, Unternehmen, Kammern und Gewerkschaften, freien Trägern, sozialen Einrichtungen, Kirchengemeinden und Initiativen. Sie bilden ein Netzwerk von Akteuren, die sich auf regionaler Ebene für Familienfreundlichkeit engagieren. Viele Bündnisse unterstützen eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie und arbeiten eng mit regionalen Unternehmen zusammen.

Umfassender Link zu familienpolitischen Fragen

Der Internetauftritt des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend bietet umfassende Informationen rund um das Thema Balance von Familie und Beruf.

Familienfreundliche Personalpolitik

»audit berufundfamilie®«

Das »audit berufundfamilie®« der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung unterstützt Betriebe bei der Einführung familienfreundlicher Arbeitsbedingungen. Die individuellen Bedürfnisse des Unternehmens und der Mitarbeiter werden besonders beachtet. Erfolgreiche Unternehmen erhalten ein Zertifikat, das ihre Familienfreundlichkeit dokumentiert. Mit dem audit kommt ein Prozess in Gang, der die Familienfreundlichkeit im Unternehmen kontinuierlich verbessert.

Eine umfassende Sammlung aller relevanten familienfreundlichen Maßnahmen und gezielte Informationen gibt die Infothek auf der Website der Beruf und Familie gGmbH. Neben einer Beschreibung der Maßnahme sind dort jeweils Aufwand, Nutzen und erfolgreiche Anwender angegeben.

»Informationen für Personalverantwortliche. Familienfreundliche Maßnahmen im Unternehmen«

Die Publikation gibt umfassende, zugleich kompakte Informationen und wichtige Hinweise zur Einführung familienfreundlicher Maßnahmen im Betrieb. (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend; Europäischer Sozialfonds, 2007).

»Familienorientierte Personalpolitik. Checkheft für kleine und mittlere Unternehmen«

Die Handreichung richtet sich mit praxisnahen Empfehlungen zur Umsetzung einer familienorientierten Personalpolitik an kleine und mittlere Unternehmen. Mögliche Maßnahmen sind für mehrere Bereiche, zum Beispiel Zeit- und Arbeitsablaufmanagement sowie Unternehmenskultur, in der Außen- und Innenwahrnehmung dargestellt. (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend; Deutscher Industrie- und Handelskammertag, 2008).

»Familienfreundlichkeit im Betrieb. Ergebnisse einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung«

Die Studie gibt sowohl Auskunft über Vorstellungen, Wahrnehmungen und Bewertungen zur Familienfreundlichkeit in Betrieben als auch über die Erwartungen von Beschäftigten mit Kindern und/oder pflegebedürftigen Angehörigen an einen familienfreundlichen Betrieb (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend; Institut für Demoskopie Allensbach, 2006).

»Unternehmensmonitor Familienfreundlichkeit 2010«

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf steht trotz der Wirtschaftskrise auf der Agenda der meisten Unternehmen weit oben - das ist das zentrale Ergebnis des Unternehmensmonitors Familienfreundlichkeit 2010.

»Führungskräfte und Familie. Wie Unternehmen Work-Life-Balance fördern können. Ein Leitfaden für die Praxis«

Der Leitfaden zeigt Mittel und Wege, die Balance von beruflichen Anforderungen und familiären Aufgaben bei Führungskräften zu ermöglichen. Zur Veranschaulichung dienen praxisnahe Unternehmensbeispiele, die sowohl Vorteile für Führungskräfte als auch für Unternehmen belegen (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, 2008).

»Familie und Personalpolitik«

Einen »Weiterbildungs-Check für Beschäftigte in der Elternzeit« haben Mitgliedsunternehmen des überbetrieblichen Verbundes Region Wolfsburg e. V. erfolgreich in einem dreijährigen Modellprojekt erprobt. Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleituntersuchung bestätigen den Wunsch der Beschäftigten, auch in der Elternzeit als dem Betrieb zugehörig betrachtet zu werden (Überbetrieblicher Verbund Region Wolfsburg e. V., 2004).

»Erwartungen an einen familienfreundlichen Betrieb. Erste Auswertung einer repräsentativen Befragung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern mit Kindern und/oder Pflegeaufgaben«

Die Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung gibt Auskunft über Erwartungen von Beschäftigten mit Kindern und/oder pflegebedürftigen Angehörigen an einen familienfreundlichen Betrieb (Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend; Deutscher Gewerkschaftsbund, 2008).

»Familienfreundliche Regelungen in Tarifverträgen und Betriebsvereinbarungen«

Der Leitfaden bietet Geschäftsführern, Personalleitern, Betriebsräten und Tarifparteien eine Praxishilfe bei der Entwicklung von Regelungen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Er gibt einen Überblick über vorhandene Regelungen und branchenbezogene Anregungen (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend; Institut der Deutschen Wirtschaft Köln, 2005).

Familienbezogene Dienstleistungen

»Eine neue Generation von Dienstleistungen – unterstützend für Familien, effektiv für Unternehmen«

Am Beispiel verschiedener Agenturen wird erläutert, wie sich Dienstleistungen in den Bereichen Kinderbetreuung, Haushaltshilfen, Einkaufsservices oder Fahrdiensten organisieren, vernetzen und attraktiv finanzieren lassen (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend; Bertelsmann Stiftung, 2004).

Flexible Arbeitsmodelle - Teilzeit, Heim- und Telearbeit

Für zahlreiche Arbeitnehmende sind reduzierte Arbeitszeiten und teilweise zeitliche Ungebundenheit vom Arbeitsplatz unabdingbar, um Beruf und Familie vereinbaren zu können. Das betrifft vor allem Beschäftigte in Lebensabschnitten mit Betreuungsaufgaben in der Familie, beim Wiedereinstieg in das Berufsleben oder bei berufsbegleitender Fortbildung. Verschiedene Möglichkeiten der Teilzeit-, Heim- und Telearbeit bieten Lösungen für eine ausgewogene Gestaltung wichtiger Lebensbereiche des Einzelnen.

Teilzeitarbeit

Nach den Maßgaben des Gesetzes über Teilzeitarbeit und befristete Arbeitsverträge (TzBfG) haben alle Arbeitnehmenden grundsätzlich einen Rechtsanspruch auf Teilzeitarbeit, soweit dem keine betrieblichen Gründe entgegenstehen und der Arbeitgebende in der Regel mehr als 15 Arbeitnehmende – unabhängig von der Zahl der Auszubildenden – beschäftigt. Diesen Anspruch haben auch Arbeitnehmende in leitenden Positionen.

Teilzeitarbeit im öffentlichen Dienst

Für Beschäftigte im öffentlichen Dienst gilt neben dem TzBfG das Sächsische Frauenförderungsgesetz. Es dient der Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern im öffentlichen Dienst durch die gezielte Förderung von Frauen. Das Gesetz schreibt verschiedene Fördermaßnahmen fest, die besonders berufstätigen Müttern die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie ermöglichen sollen. Dazu gehört auch die Schaffung von Teilzeitarbeitsplätzen.

Heim- und Telearbeit

In vielen Tätigkeitsbereichen sind Arbeiten wie zum Beispiel Berichte und Abrechnungen weder an den betrieblichen Arbeitsplatz noch an die Unterstützung von Kollegen/innen gebunden. Mit der Erledigung dieser Arbeiten ganz oder teilweise von zu Hause aus gewinnen Beschäftigte größere Zeitsouveränität für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Auch Wegezeiten können entfallen. Viele Betriebe bieten ihren Beschäftigten bedarfsgerechte Möglichkeiten der Heim- und Telearbeit an, die häufig in Betriebsvereinbarungen geregelt sind und auf Initiative von Beschäftigten zustande kommen. Gesetzliche Regelungen existieren für diesen Bereich nicht.

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  • Postanschrift:
    Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz
    Abteilung 4
    Referat Gesellschaft und Familie
    Albertstraße 10
    01097 Dresden
  • allianz@sms.sachsen.de

Weiterführende Informationen

Auf der Internetseite des bayrischen Projektes »eff-effizient familienbewusst führen« können Unternehmen ihren eigenen Standort auf Familienfreundlichkeit überprüfen und finden Lösungsvorschläge zu Vereinbarkeitsproblemen sowie nützliche Leitfäden und Checklisten.

© Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz